Tagein, tagaus wird unser Körper von Millionen von Angreifern bedroht! Das klingt dramatisch, geht jedoch in den allermeisten Fällen glimpflich für uns aus: Bakterien, Viren und Pilze setzen unserem Körper zwar ständig zu, doch glücklicherweise besitzen wir eine höchst effektive Verteidigung gegen diese Angriffe: unsere Abwehrkräfte. Normalerweise bekommen wir gar nicht mit, wie unser Immunsystem arbeitet – und doch ist es ständig aktiv.

Für diese Mammutaufgabe benötigt es jedoch die richtigen Grundlagen: Wie alle anderen physiologischen Prozesse sind auch die komplexen Vorgänge der Immunabwehr nur dann möglich, wenn wir genug von den dazu notwendigen Vitalstoffen zu uns nehmen. Zusätzlich können wir die Abwehr von Viren und Bakterien unterstützen, indem wir ausreichend Obst und Gemüse mit einem hohen Gehalt an Polyphenolen, Anthocyanen, Glucosinolaten und Flavonoiden auf den Tisch bringen. Bei diesen sekundären Pflanzenstoffen werden derzeit  antioxidative Wirkungen und die Fähigkeit zur Bekämpfung unerwünschter Eindringlinge diskutiert.

VITAMINE UND DAS IMMUNSYSTEM

Vitamin C ist sicherlich das Vitamin, an das wir als erstes denken, wenn es ums Immunsystem geht. Tatsächlich unterstützt es die T-Zellen – das sind weiße Blutkörperchen, die eine wichtige Rolle bei der Bekämpfung von Krankheitserregern einnehmen. Die Ascorbinsäure, wie Vitamin C auch genannt wird, ist darüber hinaus als Radikalfänger oder Antioxidans bekannt, weil es die Zellen vor oxidativem Stress schützt. Diese Eigenschaften spielen bei der Immunabwehr eine wesentliche Rolle.

Weniger bekannt ist dagegen, dass auch Vitamin D unverzichtbar für die Bekämpfung von Erregern ist: Es aktiviert die Killer-Zellen der Körperabwehr. Folsäure – ebenso wie Vitamin B2 und B6 – ist wichtig für die Bildung von Antikörpern und die Aktivität verschiedener Abwehrzellen und unterstützt somit das Immunsystem. Von den Mineralstoffen sind vor allem Eisen und Zink an einem funktionierenden Immunsystem beteiligt: Ersteres unterstützt die T-Zellen; letzteres stimuliert die Fresszellen und fördert die Bildung von Antikörpern. Auch Kupfer hat wahrscheinlich Einfluss auf die Antikörperbildung.